Die neue Serie von mir beschäftigt sich dieses Mal mit einem sehr wichtigen Thema: Gibt es einen Gott? Apologetix heisst die Serie. In dem Ersten Video habe ich Argumente von John McArthur aus der Grace to You Church gesammelt. Viel Spaß beim ansehen und weitergeben!
1.) Ist dir mal aufgefallen, dass kein einziger deiner “Beweise” logisch zwingend ist? Also in deiner Welt sind sie es vielleicht – aber versuch mal, damit einen Atheisten zu überzeugen…
2.) Genausogut könnte ich sagen “Es gibt Böses, das muss einen Urheber haben –> Gott ist böse. Es gibt Abscheuliches –> Gott ist abscheulich.” usw.
3.) Außerdem: Die sog. “Gottesbeweise” sind alle widerlegt. Was du hier präsentierst, ist alles kalter Kaffee, meist vor/aus dem Mittelalter, dessen philosophischer Gehalt im Zuge der Aufklärung erfolgreich und restlos ad absurdum geführt wurde. Guck mal bei Hume, Kant, Feuerbach und so…
Hallo Schulz,
das die sog. “Gottesbeweise” nicht zum Glauben führen würden war mir schon klar. Der Sinn von Apologetik besteht doch darin Schwächen und Irrtümer anderer Denksysteme aufzudecken und Denkblockaden gegenüber dem christlichen Glauben beseitigen zu helfen – aber nicht darin selbst Glauben zu schaffen.
Glaube ist Gabe Gottes!
Wie Augustin ordne ich die “freien Künste” (Wissenschaften) der Offenbarung Gottes und dem Glauben nach:
“Die Weisheit der Welt kann Gott nicht erkennen” (1Kor 1,21)
Und jetzt noch zu Kant: Kant hat die Ordnung Augustins umgedreht, so dass es nicht mehr um “Vernunft im Rahmen des Glaubens, sondern um “Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft” ging.
Stark kritisiert wurde Kant unter anderem durch Johann Georg Hamann (1730-1788) in seiner “Metakritik über den Purismus der reinen Vernunft”. Hier wirft er dem Königsberger Philosophen vor, der Begriff der reinen Vernunft sei eine reine Abstraktion, tatsächlich bleibe Vernunft stets an Sprache und damit auch an Kultur gebunden.
Ein gutes Buch, das ich dir da empfehlen kann ist von Christian Herrmann: “Wahrheit und Erfahrung – Themenbuch zur Systematischen Theologie, Bd. 1, Einführende Fragen der Dogmatik und Gotteslehre, Brunnen & Brockhaus (TVG), 2004.”